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Angst – eine der grössten Erfolgsblockaden?

Sicherheit ist eines der Kerngefühle, die wir Menschen als Grundbedürfnis empfinden wollen. Nicht zuletzt deswegen ist es die zweite Ebene in der Maslowschen Bedürfnispyramide direkt nach den Grundbedürfnissen wie Atmen, Essen, Schlafen und Trinken.

Daher ist Risiko – das Gegenteil von Sicherheit – für die meisten ein Schreckenswort. Denn Risiko nimmt uns die Sicherheit und fordert von uns, auf Situationen zu reagieren, auf die in unserem Inneren noch kein Programm verknüpft wurde. Risiko bedeutet Ungewisses, Risiko bedeutet, dass Sicherheit aufgegeben werden muss, Risiko kann zudem auch Schmerz bedeuten. Warum? Weil gewohnte Pfade und die Kompfortzone verlassen werden müssen und die Ergebnisse unklar sind.

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Risiko. Bloss ist Angst dabei ein guter Ratgeber? Ist Angst überhaupt ein guter Ratgeber? Oder ist nicht eher Mut und Selbstvertrauen nötig, um Aussergewöhnliches zu erreichen? Was hat das alles mit der Angst auf sich und was bedeutet Angst für unser Leben? Das nehmen wir uns hier mal detailliert unter die Lupe.

Am Schlimmsten von allem ist die Angst vor dem Versagen. Sie ist eine der grössten Erfolgsverhinderer. Nun möchte ich an dieser Stelle anführen, dass es verschiedene Angstformen gibt. Ich möchte mich jedoch jetzt mit der Art von Angst beschäftigen, die Menschen oder auch Dich daran hindert, Dinge zu tun, die Dich weiterbringen, statt davor Angst zu haben. Es geht nicht um Angstzustände, wie Flugangst oder Platzangst oder ähnliches.

Die Angst vorm Versagen

Die Angst vorm Versagen ist eine Angst, die oftmals in der Kindheit beginnt. Gehen wir mal davon aus, dass Du grossartige Eltern hast, die in Deiner Kindheit Dich in Deinen Handlungen bestärkt haben. Dann formt sich folgendes Bild:

Kinder haben Welpenschutz. Jedes Bild, das Du als Kind gemalt hast, war ein Rembrandt Meisterwerk, jeder Papierflieger war die genialste Konstruktion, jedes gesungene Lied war besser als jeder Chart Song und wenn Du Fussball gespielt hast, warst Du der grösste Ballzauberer.
Alles was Du angefasst und getan hast, war grossartig. Und dann kam die Schulzeit. Nun wurdest Du von Lehrern bewertet. Andere gaben Deinen Handlungen Noten. Und Dein zuvor größtes Selbstbewusstsein und Vertrauen schmolz dahin.

Vielleicht erinnert sich manch einer an den ersten Moment im Leben, in Du etwas voller Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen getan hast und Dich plötzlich Andere dafür auslachen.

Das ist der Moment, in dem in Dir Scham geboren wird, in dem Du Angst bekommst, einer solchen Situation erneut ausgesetzt zu werden. Und du beginnst automatisch dein Schmerzverhinderungsprogramm zu programmieren, eine Art Firewall, die Dir hilft zukünftig Dinge zu vermeiden, die Dir eventuell diesen Schmerz erneut zufügen.

Du hast diesen Schmerz nicht kommen sehen. Bis zu dem Tag war alles für Dich problemlos, aber in diesem Moment verändert sich dann plötzlich alles. Du merkst, dass Du mit Reaktionen anderer nicht rechnen kannst, sondern sie Dich „kalt“ erwischen können.

Daraus resultieren immer mehr Erfahrungen im Leben, die Dein Schmerzverhinderungsprogramm weiter zu einer fertigen Software formen. Du fühlst Dich innerhalb Deiner gewohnten Abläufe sicher. Du weisst, dass diese Software wie eine Art Firewall vor ungewohnten Situation schützt und Du verlässt Dich auf diese.

Durch Angst verpasste Chancen

Und jetzt überlegen wir mal. Wieviele Projekte, Ziele, potentielle Beziehungen und Angebote nehmen wir im Leben deswegen nicht an, weil wir Angst haben abgelehnt zu werden beziehungsweise zu versagen?

Wir sprechen diesen einen besonderen Menschen nicht an, weil wir uns schon bereits vorher ausmalen, wie dieser reagiert und uns ablehnt – ergo Schmerz zufügt. Und in dem Moment fährt unsere Schmerzfirewall wieder hoch.

Wir halten einen bestimmten Vortrag nicht oder ein Referat, obwohl wir blendend vorbereitet sind, weil wir Angst davor haben, keine Zustimmung zu erhalten und somit zu versagen. Und auch hier fährt die Schmerzfirewall hoch und Du sagst den Vortrag ab.

Du bist voller Elan und Tatendrang mit einer Idee am Start, wie Du Deine Wünsche auch beruflich umsetzen kannst und scheiterst damit? Beim nächsten mal hat auch die Firewall solche Elemente mit in die Software integriert und Du versuchst es nicht nochmal, weil Du einfach Angst davor hast noch einmal zu scheitern.

Wenn Du in Dich hineinhorchst, wirst auch Du Beispiele aus Deinem Leben kennen, die genau so oder so ähnlich waren und Dir Deine Software programmiert haben.

Nach und nach wird bei vielen Menschen dann diese Angst vor dem Versagen zur Gewohnheit und dann zu einem alles überzeichnenden Charakterzug, der den entsprechenden Menschen innerhalb seiner Kompfortzone gefangen hält. Du nutzt diese unglaublichen Möglichkeiten unseres Gehirns und die Fähigkeiten unseres Daseins nicht mehr, sondern wirst gelebt, statt zu leben.

Und wenn Du mit diesem Sparkurs im Leben unterwegs bist, erhältst Du vom Leben natürlich auch denselben Sparkurs zurück. Denn das ist ein Energiegesetz im Leben. Was Du hineingibst, erhältst Du auch zurück.

Selbstzweifel, Angst vor dem Scheitern

Angst schafft Rechtfertigung für sich selbst

Das fiese im Leben ist, dass die Gesellschaft dieses Sicherheitsdenken bzw. den Mangel an Mut zum Risiko sogar fördert. Die meisten Menschen haben ihre Ansprüche bereits soweit heruntergefahren, dass es für diese gar nicht mehr erforderlich ist, sich aus der Kompfortzone zu bewegen

Der Mensch beginnt dann genau für solche Fälle sich ein Rechtfertigungsprogramm zu erschaffen, mit dem er sich selbst beruhigt und den Grund liefert, warum alles gut ist, wie es ist und sich doch um Gotteswillen nicht verändern braucht.

Der neue Job, der angeboten wird, ist man ja eh nicht gewachsen, der Mensch den man lieben möchte, hätte einen selbst eh nie geliebt und den Traum, den man verwirklichen möchte, hätte man sowieso nie erreichen können, usw.

Bloß das ist nicht das Leben, das Du Dir als Kind vorgestellt hast und eventuell auch nicht als Erwachsener führen möchtest. Wenn Du an dem Punkt im Leben angekommen bist, an dem Du etwas verändern möchtest, Du aber Angst bekommst, Angst bekommst zu Versagen, zu scheitern, dann ist das einfach das Resultat Deiner programmierten Software.

Die gute Nachricht ist: Jede Software lässt sich umschreiben und ich möchte Dir gern ein paar Tipps an die Hand geben, wie das funktioniert.

Ein wesentlicher Bestandteil davon ist Mut. Gesunder Mut kombiniert perfekt auf der einen Seite Sicherheit und auf der anderen Seite das Risiko. Denn ein Risiko ohne doppelten Boden ist Leichtsinn. Ein kalkulierbares Risiko dagegen ist die Kombination aus beiden und aus meiner unternehmerischen Sicht heraus, die perfekte Mischung.

Mut Deinen Plan umzusetzen

Und wenn Du Dir einmal genau überlegst, warum Du bestimmte Dinge in Deinem Leben noch nicht realisiert hast, wirst Du darauf kommen, dass es im Grunde genommen nur um Deine eigene Angst geht.

Auch wenn das Rechtfertigungsprogramm noch so gute Einwände und Erklärungen liefert, im Kern hast Du einfach nur Angst, Du hast puren Schiss, die Dinge anzugehen. Du hast Angst vor Konfrontationen, vor dem Versagen, vorm Scheitern, davor Deine Sicherheit zu verlieren, Zurückweisung oder sogar Angst vor Repressalien, Deinen Partner zu verlieren oder Freundschaften zu belasten.

Sieh Dich an, schau in Dein Leben und frage Dich ganz ernsthaft, warum Du Dein Projekt noch nicht umgesetzt hast. Und jetzt komme nicht mit dem ganzen Ausredenprogramm, wie „keine Zeit“, „Kein Geld“, „Die Umstände sind…“.

In Wahrheit: Zeit kann man sich nehmen, Geld kann man sich besorgen, Umstände kann man ändern. In Wahrheit, wenn Du ganz ehrlich bist, ist es nur diese grosse Angst vor dem Scheitern. Stimmts?

Da wir eine der grössten Ursachen gefunden haben, ist es jetzt an der Zeit eine Entscheidung zu treffen. Lies daher meinen Artikel oder höre meinen Podcast zum Thema Entscheidung. Nach dieser Entscheidung sprenge Deine Angst und beginne mit Mut.

Wir haben leider nicht unendlich Zeit im Leben und verpasste Chancen, ungenutzte Gelegenheiten und den Mut zu neuen Wegen, verändern Leben. Irgendwann kommt man an einen Punkt im Leben, in dem sich jeder mehr Mut im Leben rückwirkend gewünscht hätte. Also, es gibt keinen Grund zu warten, denn es kommt selten eine Zeit in der es besser passt zu beginnen als JETZT.

Entscheide Dich, ob Du deine Verhinderungsfirewall weiter installiert lässt und diese Dein Leben weiter steuert oder ob Du sie umprogrammierst oder am besten gleich deinstallierst 🙂

Wie funktioniert das Umprogrammieren oder Deinstallieren?
Ein wesentlicher Schritt dabei wird verständlich, wenn Du Dir die Ergebnisfolge ansiehst.

Gedanken, werden zu Gefühlen, Gefühle werden zu Worten, Worte werden zu Handlungen und Handlungen zu Gewohnheiten. Aus der Summe formt sich Dein Charakter und dieser bestimmt Deine Ergebnisse.
Bist Du also mit Deinen Ergebnissen unzufrieden, verändere die Schritte davor.

Tipp 1:
Schaffe Dir eine klare Perspektive für Deinen Überwindungsmuskel

Schaffe Dir ein Bild von der Situation, die Du verändert haben möchtest. Baue Dir ein klares „Warum“, ein perfektes Ziel und visualisiere dieses Ziel, um genau zu wissen, wofür Du diesen Schritt gehst. Wo willst Du hin? Was willst Du erreichen? Wie willst Du Leben, welche Partnerschaft möchtest Du führen, wo willst Du leben? Welche Freunde möchtest Du haben? Was willst Du täglich tun?

Schaffe Dir das Bild so präzise wie möglich. Mache Dir daraus eine Collage und hänge sie Dir dort hin, wo Du sie täglich siehst, aber viel wichtiger, schaffe Dir täglich diese Bilder in Deinen Kopf und erschaffe dafür die entsprechenden Gefühle. Fühle, wie Dein Leben sein wird und Du hast Dein „Warum“.
Schreibe Dir auf, was Dein Ziel ist und sorge dafür, dass Du täglich mehrfach diese Ziele liest, so dass sie sich verankern.

Wenn Du merkst, dass Dein „Programm“ schon zu gut funktioniert und Du immer wieder in Gedanken abgleitest wie „was ist wenn es doch nicht funktioniert“, hilft Dir der Trick, dass Du Dir einfach vorstellst, was Du alles erreichen willst, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würde und Dich alle Menschen für Deine Entscheidungen lieben würden. Zudem stelle Dir vor, dass Du gar nicht scheitern kannst. Nun halte dieses Ziel fest.

Aber nicht nur das allein reicht, sondern dann triff die Entscheidung und beginne zu laufen, OHNE Angst vorm Scheitern.

Tipp 2:
Ein Scheitern ist nicht möglich, weil selbst das ein Gewinnen ist.

Mache Dir bewusst, dass Du gar nicht scheitern kannst. Es ist unmöglich zu scheitern. Selbst wenn Du Dein Ziel verfehlst, so hast du gelernt, wie Du es nicht erreichst und hast daraus Erkenntnisse entwickelt, wie Du es beim nächsten mal angehen kannst.
Merke: Die meisten erfolgreichen Menschen scheitern mehrmals bevor sie ihr Ziel erreichen.
Scheitern gehört zum Leben dazu. Niemand ist perfekt, dadurch kann auch niemand alles richtig machen. Schieb den Druck alles richtig zu machen von dir und habe Mut zu Fehlern. Das was wirklich zählt ist durchzuhalten, Festzuhalten, weiter zu gehen. Thomas Edison brauchte über 10.000 Versuche zur Erfindung der Glühlampe. Er hätte auch vorher aufhören können, aber dann wären wir noch mit Kerzen dabei.
Eine Fussballmannschaft, die nur gewinnt, gibt es nicht. Am grössten formt ein Team eine Niederlage, denn aus Niederlagen lernt die Mannschaft die Fehler kennen. Nur wenn man Fehler kennenlernt, kann man diese verbessern. Ergo Wachstum gibt es nur durch Scheitern.
Darum habe keine Angst vorm Scheitern, im Gegenteil, es gibt soviel Sprüche dazu wie zum Beispiel: „Man muss nur einmal mehr aufstehen, als man hinfällt“.

Und genau so ist es. Du bist gescheitert? Na und? Du hast gelernt und jetzt verdammt noch mal, mach´ dich wieder auf den Weg und beweg Deinen Arsch weiter in Richtung Ziel. Du bist durch das Scheitern ein mächtiges Stück näher an Deinem Ziel, als Du jemals warst.

Tipp 3:
Selbstbewusste Egalmentalität

Schaffe ein Pakt mit Dir selbst und dem Leben. Du weisst, dass Herausforderungen kommen werden. Bleib Selbstbewusst und entwickle eine Egalmentatität zu diesen Herausforderungen:
Egal welche Herausforderungen auf meinem Weg kommen. Irgendwie werde ich diese alle meistern. Ich gehe trotzdem meinen Weg weiter. Nichts wird mich davon abbringen. PUNKT – „No Risk no Fun“ und jetzt Attacke!

Tipp 4:
Lerne aus Niederlagen

Lerne aus Deinen Niederlagen und werde eine Stehaufmännchen. Dadurch stellst du Deine negativen Gedanken leichter ab und bist ständig motiviert Dinge neu zu versuchen und einfach nur einen anderen Weg einzuschlagen.
Wenn Du verstehst, dass Du aus Niederlagen maximal lernst, so beginnst du diese Niederlagen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und beginnst sie als Teil des Prozesses zu sehen. Und genau das sind sie auch. Niederlagen sind ein Teil Deines Prozesses, zum Erreichen Deiner Ziele.

Tipp 5:
Was wäre wenn..

.. Du tatsächlich scheiterst? Was wäre der Worst Case / der schlimmste Zustand, den Du dann erreichen würdest? Könntest Du diesen Zustand ertragen und könntest du damit leben?
Macht es Dich ruhiger, wenn Du von vorn herein einen Plan B, ergo ein Sicherheitsnetz spannen würdest?
Falls ja, spann Dir ruhig dieses Sicherheitsnetz auf.

TIPP 6:
L(i)ebenswert

Werde Dir bewusst, dass Du nur wenige produktive Jahrzehnte in Deinem Leben hast und werde Dir bewusst, dass Du in dieser Zeit alles schaffen kannst, was Du willst. Dass das geht, haben bereits hunderttausende von Menschen weltweit bewiesen. Und was der Mensch einmal geschafft hat, dass kann man immer wieder tun.
Arbeite an der Perspektive, wie Du Dich und Dein Leben betrachtest. Überprüfe Deine Glaubenssätze zum Thema Geld und Erfolg und Scheitern.
Überprüfe Deine Gedanken. Denkst Du: „ich werde versagen“ oder denkst du „Ich werde es schaffen“?
Denke an die Menschen, die bisher Unglaubliches erreicht haben, denke daran, dass Du so wie Du bist gut bist und dass ausschließlich nur Du die Macht und Kraft und den Willen hast, Dein Leben zu verändern. Niemand anderes macht es für Dich. Du bist Deine Krone der Schöpfung, Du bist einzigartig und Du bist Dein Lebenskapitän, der bestimmt, wie l(i)ebenswert Dein Leben ist.
Geh mit Selbstbewusstsein voran und geniesse den Prozess und Deinen Weg. Liebe Dich und deine Vision.

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